schule

…und endlich frei. Zocken, lesen, Musik und sonst?

Ich glaube, ich hatte Ferien noch nie so nötig wie jetzt. Das letzte Schuljahr ist tatsächlich unbemerkt immer anstrengender geworden, man arbeitet viel und hat dazu noch wirklich keine Lust mehr. Round about 100 Tage noch, dann ist’s endlich vorbei.
Die letzte Zeit über blieb kaum Zeit zum Bloggen, und wenn mal welche war, hatte ich anderes im Kopf. Stress, wuhu! Ein kleiner Rückblick:

Weihnachten rückte immer näher. Der Geschenkwahn nahm zu. Mittlerweile habe ich ihn recht gut im Griff: Mit Freunden ist abgesprochen, dass wir uns nichts schenken, und die Familie ist versorgt. Meine Mutter bekommt einen Kalender mit 52 Fotos aus England, mein Vater ein Fotoalbum unserer USA-Reise im Sommer, meine Oma ein paar schöne Wäscheklammern (ja wirklich!) und meine Großeltern zwei Teetassen.

Zwischenzeitlich hab‘ ich mal wieder angefangen zu zocken. Freunde zu haben, die damit gefühlt den ganzen Tag verbringen, inspiriert ein wenig dazu ;). Deshalb finden sich jetzt Minecraft, The Walking Dead, Garry’s Mod, Portal, Left4Dead und Co auf der Festplatte meines PCs wieder. Tatsächlich bin ich richtig schlecht! Trotzdem macht’s großen Spaß. Und ein paar Nerds durch die Anwesenheit eines Mädchens auf den Servern zu erschrecken ist doch schon recht lustig ;).

Außerdem lese ich derzeit das neunte von bisher zehn „Das Lied von Eis und Feuer“-Büchern (Game of Thrones). Bald kann ich spoilern, also seid nett zu mir! Tatsächlich hatte ich nicht damit gerechnet, die Schriftfassung so toll zu finden, aber wie George R. R. Martin die Figuren, Gegenden und Situationen im Allgemeinen beschreibt und aufleben lässt, ist wirklich ein beeindruckendes Meisterwerk der Schreibkunst. Wer die Serie mag (und freiwillig mehr als zwei Sätze am Stück liest) wird die Bücher lieben.

Papa Roach und Fall Out Boy, zwei meiner Lieblingsbands, werden, wie bekannt, im Januar neue Alben rausbringen und veröffentlichen jeweils schon Songs, die den Stress der letzten Zeit häufig durch die dadurch entstehende Vorfreude gemildert haben.
Bei Fall Out Boy bin ich leider ein wenig enttäuscht. „American Beauty/American Psycho“ ist ein nettes Lied, aber erreicht nicht die Ebene, für die ich die Band so liebe, ähnlich, wenn auch etwas besser, verhält es sich mit „The Kids are’t Alright.

Papa Roach hingegen macht mich richtig glücklich. „Face Everything And Rise“, „Warriors“ und „Just As Broken As Me“ klingen klasse, wenn auch etwas ähnlich, und die Texte sind typisch PRoach, aufbauend und stark.

Warum auch immer sie Autos im Video so herausheben mussten… Männer…!

Nicht unerwähnt lassen möchte ich die Gitarrentheorie. Die meisten Mädchen dürften mir hier zustimmen – ein Typ mit Gitarre wirkt gleich 10x attraktiver. Ob nun Akustik oder E ist Geschmackssache, wichtig ist nur, dass er halbwegs spielen kann. Die Theorie blieb bisher unwiederlegt!

… und nun? Zweieinhalb Wochen frei. Endlich. Wie jedes Jahr werde ich die Weihnachtsfeiertage mit meiner Familie verbringen, viel zu viel und viel zu gut essen, hoffentlich ein paar nette Geschenke verschenken und bekommen und eine entspannte Zeit haben. An Silvester wird vermutlich mit den Nerds DSA gespielt, ein Pen and Paper, das unglaublicherweise höllischen Spaß macht. Zwischendrin treffe ich mich mit Freundinnen, die ich sonst selten sehe, und schaue mir den Hobbit im Kino an. Danach wird’s aber wieder ernst. Die Abiprüfungen sind zu bald, in den Ferien wird gelernt, bzw zumindest sondiert und sortiert, sonst wird das nichts mehr in diesem Leben. Aber zuerst mal nichts tun. Genau… jetzt.

Nachtrag Stockholm & was sonst so passiert ist

Die Fotos sind schon seit bald zwei Wochen fällig, entschuldigt, kaum war ich zuhause, hatte ich irgendwie keine Zeit mehr. Aber hier sind sie- Ostersonntag in Stockholm mit Besuch auf einer der Schären, Grinda:

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Einen Tag später sind wir wieder zurück geflogen – die Zeit war super schön und Stockholm ist wirklich einen oder mehrere Besuche wert!

Die restliche zweite Ferienwoche habe ich mit Freunden verbracht, hatte Fahrstunden oder habe einfach gefaulenzt – das war auch echt nötig. Deshalb habe ich jetzt die dritte Staffel Game of Thrones durchgeschaut und freu mich auf die vierte, eventuell schau‘ ich sie vielleicht auf Englisch wenn ich die Warterei nicht aushalte ;)

Die Ferien waren viel zu schnell vorbei, die Schule hat vor drei Tagen wieder angefangen. Jetzt heißt es wieder Hausaufgaben, lernen, früh aufstehen… ih. Ein Glück ist heute der Tag frei, man muss sich ja nicht direkt eine 5-Tage-Woche geben ;) Motivierend war allerdings, dass ich meine Facharbeit zurückbekommen habe. Für die hatte ich eine Menge Zeit und Nerven aufgewandt, es geht schließlich um mein Lieblingsfach, da war ich schon recht ehrgeizig. Es hat sich gelohnt – hab die 1, bin happy. Manchmal hat Schule doch auch nette Facetten ;)
Jetzt wo die Abiturienten ihre Prüfungen schreiben, sind wir die ältesten Schüler. Irgendwie wird einem jetzt erst klar, dass wir in einem Jahr fertig sein werden. Nur noch ein Jahr. Whoa.

Irgendwie ist mir zur Zeit langweilig. Ich brauche ein neues Hobby, weiß aber beim besten Willen nicht, was so in Frage kommt… So als Sportmuffel, Nicht-Unbedingte-Kinderfreundin und kurz vor dem Abi ist es nicht so einfach, was Neues zu finden.

Zu oft siegt die Langeweile – das (unperfekte) Vorgehen bezüglich Hausaufgaben

Wer kennt es nicht – eigentlich ist Zeit für Hausaufgaben, jedenfalls ab und an. Und eigentlich sollte man sie wirklich machen. Trotzdem bleibt es dabei, dass man sich anders beschäftigt. Und letztendlich frustriert ist, weil man nichts geschafft hat. Zu viele Faktoren spielen eine Rolle ob man zum arbeiten kommt oder nicht.

  1. Motivation und Arbeitsfähigkeit
    Dies ist wohl der Hauptgrund dafür, dass man nicht mal mit dem anfängt, was man zu tun hat. Man kommt nach Hause und ist müde, will nur noch entspannen und das Gehirn abschalten. Aber die Aufgaben sind oft bis zum nächsten Tag fällig oder man weiß schon im Voraus, dass die nächsten Tage über genau so wenig Zeit sein wird, aber mindestens genau so viel Arbeit dazukommen wird. Da steigt die Freude schon.
  2. Die Aufgaben selbst
    Dass man ungern seitenlange Analysen über langweilige Texte schreibt dürfte offensichtlich sein. Man konzentriert sich schon in der Schule lange auf Dinge, an denen man nur mangelndes Interesse zeigt, da macht es keinerlei Spaß die selben Dinge in der Freizeit zu erledigen.
  3. Die Umgehungsmöglichkeiten
    Es gibt die verschiedensten Taktiken, um nicht zu tun, was man zu tun hat. Einige Beispiele:
    – Es einfach lassen. bei einigen Lehrern fällt es nicht auf, wenn man nichts gemacht hat. Einigen ist es egal. Steilvorlage.
    – Thema Lesen: Soll man zuhause etwas lesen, sind die Umgehungsvarianten zahlreich. Es gibt das Internet für Zusammenfassungen von Büchern, man kann nur fettgedruckte Worte für einen Überblick lesen oder ganz einfach Mitschüler nach einer Kurzversion fragen (womit man sich bei diesen auf Dauer jedoch sehr unbeliebt macht, ich als so-gut-wie-alles-Lesende weiß wovon ich rede).
    – Nur Stichpunkte zu machen wenn nach einem Text gefragt ist geht fast immer.
    – Lösungen aus dem Netz gibt es für so gut wie alles. Das erspart weniger das Schreiben, dafür jedoch das Denken.
    – Nur einen Teil bearbeiten und dann sagen, man habe es probiert aber leider keine Zeit mehr gehabt/es weiter nicht verstanden/whatever, aber es immerhin probiert! *Hundeblick*
    -Im Allergrößten Notfall – abschreiben. Konsequenzen siehe Lesen.
  4. Die Ablenkungsmöglichkeiten
    Was einem doch alles plötzlich spannend vorkommt, wenn man doch eigentlich anders beschäftigt sein sollte… Wahrscheinlich wirklich alles. Meiner Erfahrung nach siegen besonders oft:
    – Freunde. Hatte nicht die eine Freundin heute eine Klausur? Oder Streit mit ihrem Freund? Hat man nicht den anderen Freund ewig nicht mehr gesprochen? Oder braucht man nicht von einem Dritten ganz dringend einen Rat? So was geht natürlich vor!
    – Essen. War da nicht ein kleines Hungergefühl? So lässt sich doch nicht arbeiten! Also erstmal kurz in der Küche vorbei. Könnte man da nicht direkt noch was Backen? Ist doch alles da..
    – Das Internet. Facebook. Tumblr. WordPress. So viel zu sehen, so viel zu tippen!
    – Bloggen. Was glaubt ihr, warum ich jetzt gerade diesen Artikel schreibe?! Reli, Bio, Deutsch… ähm…
    – Nachdenken. Als Mensch zwischen 5 und 100 hat man so gut wie immer irgendetwas, worüber man sich längerfristig Gedanken machen kann.

In diesem Moment packt mich das schlechte Gewissen, die zweite Seite der Medaille. Es ist halb 5 an einem Sonntag, und ich habe die ganze Zeit nicht einmal etwas getan, was mich dem Abi auf positive Weise näher bringt, alles was dahingehend passiert ist, ist das Verstreichen der Zeit, die ich eigentlich hätte nutzen müssen. Ab und zu ist Selbstdisziplin doch dringender benötigt als vorhanden. Ich bin raus, schönes Wochenende noch!

Back to school – die Motivation in Person ist zurück.

Eigentlich gar nicht schlecht nach den letzten, weniger guten Tagen ein wenig Ablenkung zu bekommen.. aber muss es denn Schule sein? Und gleich so beginnen?

6.45 Uhr Aufstehen. Mit dieser Zeit liege ich sehr im Luxusbereich, das weiß ich, aber verglichen mit 9-10 Uhr… einfach zu früh. Mit halb geschlossenen Augen ging es irgendwie die Treppe rauf und runter.
7.20 Uhr – losfahren. 20min Fahrt, glücklicherweise konnte mich mein Vater im Auto mitnehmen, sonst würde ich um 7 starten und       50min unterwegs sein. WDR5 bildet schon am Morgen. Irgendwie.
8 Uhr – Unterrichtsbeginn, direkt eine Doppelstunde LK, Konzentration und denken. Moralische Grundsätze auf Englisch diskutieren. Yay.
9.50 Uhr – Doppelstunde Bio. Unsere schwangere Lehrerin hatte die Güte uns über die Ferien arbeiten zu lassen und ging uns direkt auf die Nerven. Wer selbst spricht wie ein kleines Kind wird einfach nicht von Jugendlichen ernst genommen. Traurig für sie, aber wahr.
11.25 Uhr – Zwei Freistunden. Plus erfahren, dass Physik ausfällt. Also 4 Freistunden, für jemanden, der relativ weit entfernt von der Schule wohnt und die schrecklichen Busverbindungen kennt, ein kleines Drama. Also musste die Zeit vertrieben werden, ein bisschen reden, ein bisschen essen, ein bisschen arbeiten…
15 Uhr – Letztes Fach beginnt, SoWi ist glücklicherweise mein Lieblingsfach und gut gemacht, Klausurenrückgabe. Made my day (*hust*1+musskeinerwissen*hust*) ! Die Laune stieg.
17.30 Uhr – Ende des Schultages, wieder Glück gehabt, wieder gefahren werden können.
18.15 Uhr – nach einem Spaziergang mit dem Hund endlich nach Hause kommen. Umziehen. Essen. Fernsehen. Bloggen. Lesen (Corey Taylor – „Something Funny Happened On The Way To Heaven“ macht sich ziemlich gut!). Schlafen.

Zugegeben – es gibt schlimmere Tage. Aber die werden folgen. Morgen ist so einer. Aber jetzt erst mal etwas entspannen.
An alle, denen es ähnlich geht – wir halten das durch, irgendwie. Alles geht mal zu Ende, sogar der Stress. Jedenfalls hoffe ich das. (:

Edit: Dies ist der 700ste Post auf DgS :o.

Workshop zur Finanzkrise – Ich will nicht die USA sein!

In der Schule habe ich genau ein Fach, das ich wirklich und ehrlich interessant finde und für das ich gerne lerne, denn ich sehe den Sinn dahinter – SoWi! Von vielen aus ganzem Herzen gehasst habe ich meistens einfach Spaß daran. Mein Kursprogramm ist einmalig in NRW, unser Lehrer selber mehr Ökonom als Lehrer und wir beschäftigen uns eher mit Wirtschaft als mit Sozialwissenschaften wie sie im normalen Unterricht behandelt werden. Dadurch, dass wir viele (mehr oder weniger) aktuelle Themen und wahre Begebenheiten aufgreifen, ist der Stoff realitätsnah… nicht so wie in den meisten anderen Fächern *einschlaf*.
Das Beste an diesem Kurs sind die Exkursionen. Letzte Woche wurden wir beispielsweise zwei Tage vom Unterricht befreit, um an einem Workshop zur Finanzkrise teilzunehmen. Gesponsert von einer Stiftung saßen wir mit etwa 50 Leuten im Stiftungsgebäude und durften uns an Planspielen beteiligen oder Stationen bearbeiten, während zwei Workshopleiter, eine Frau, die offensichtlich nicht drogenfrei 48 Stunden durchhält, und ein Mann mit einer Stimme wie Detlef D Soost (schreibt man den so?) versuchten, uns anzuleiten.
Erster Tag: Aktienmarkt und Stationenlernen. Das erste war ein Planspiel, bei dem wir in 12 Gruppen unterteilt mit Aktien handeln durften, relativ realistisch mit Newsticker und stetig erneuerten Aktienkursen. Letztendlich waren fast alle insolvent. Man hat uns ins Messer laufen lassen. Klar, Finanzkrise. Die Stationen waren eher langweilig, man hatte einige Tests von „Quarks und Co“ (meine ich) herausgesucht und per Beamer auf eine Wand projiziert und wir durften Antworten geben. Yay.
Tag Zwei war interessanter, er bestand nur aus einem einzigen Planspiel, in dem wir in drei Gruppen unterteilt je ein Land darstellen mussten, jedes mit einer Regierung, Bankensektor, Unternehmen und Gewerkschaften, die sich über irgendwelche Probleme einig werden mussten. Einziges Problem: Keiner von uns durfte wirklich eigenständig denken. Jeder hatte Vorgaben, für was er eintreten musste. Und niemand hat das einsehen wollen, denn es gab nichts offensichtlicheres als dass wir total untergehen würden. Mein Land entsprach überdeutlich den USA. Wir mussten hoch pokern und dann kein Geld mehr haben, und genau das zu wissen hat so gut wie jedem den Spaß etwas genommen. So steuerten wir mit wehenden Fahnen in die Pleite und konnten nichts tun, es tat schon weh… irgendwo jedenfalls, Spiel ist Spiel. Letztendlich haben wir uns mit unserem Land dafür entschieden, einfach immer weiter zu investieren, die Krise zu ignorieren und die Wirtschaft anzutreiben. Konnte ja nur besser werden!

Trotz diesem Entzug von freiem Willen würde ich immer wieder an Workshops teilnehmen. Ist ja doch besser als Mathe und Physik. ;)

Es geht wieder los…

…mit Schule.. Morgen… Meint ihr, ich hätte Lust dazu? Ja, die Frage war eher ironisch gemeint, die Antwort dürfte bekannt sein oder zumindest leicht zu erraten. Das dramatischste an diesem Schuljahr für mich – jetzt beginnt die Zeit, in der alle Klausuren fürs Abi zählen.. Auf in meine letzten zwei Schuljahre!
An alle anderen – kommt, wir leiden zusammen. Und in 6 Wochen ist ja schon wieder frei!