Zu oft siegt die Langeweile – das (unperfekte) Vorgehen bezüglich Hausaufgaben

Wer kennt es nicht – eigentlich ist Zeit für Hausaufgaben, jedenfalls ab und an. Und eigentlich sollte man sie wirklich machen. Trotzdem bleibt es dabei, dass man sich anders beschäftigt. Und letztendlich frustriert ist, weil man nichts geschafft hat. Zu viele Faktoren spielen eine Rolle ob man zum arbeiten kommt oder nicht.

  1. Motivation und Arbeitsfähigkeit
    Dies ist wohl der Hauptgrund dafür, dass man nicht mal mit dem anfängt, was man zu tun hat. Man kommt nach Hause und ist müde, will nur noch entspannen und das Gehirn abschalten. Aber die Aufgaben sind oft bis zum nächsten Tag fällig oder man weiß schon im Voraus, dass die nächsten Tage über genau so wenig Zeit sein wird, aber mindestens genau so viel Arbeit dazukommen wird. Da steigt die Freude schon.
  2. Die Aufgaben selbst
    Dass man ungern seitenlange Analysen über langweilige Texte schreibt dürfte offensichtlich sein. Man konzentriert sich schon in der Schule lange auf Dinge, an denen man nur mangelndes Interesse zeigt, da macht es keinerlei Spaß die selben Dinge in der Freizeit zu erledigen.
  3. Die Umgehungsmöglichkeiten
    Es gibt die verschiedensten Taktiken, um nicht zu tun, was man zu tun hat. Einige Beispiele:
    – Es einfach lassen. bei einigen Lehrern fällt es nicht auf, wenn man nichts gemacht hat. Einigen ist es egal. Steilvorlage.
    – Thema Lesen: Soll man zuhause etwas lesen, sind die Umgehungsvarianten zahlreich. Es gibt das Internet für Zusammenfassungen von Büchern, man kann nur fettgedruckte Worte für einen Überblick lesen oder ganz einfach Mitschüler nach einer Kurzversion fragen (womit man sich bei diesen auf Dauer jedoch sehr unbeliebt macht, ich als so-gut-wie-alles-Lesende weiß wovon ich rede).
    – Nur Stichpunkte zu machen wenn nach einem Text gefragt ist geht fast immer.
    – Lösungen aus dem Netz gibt es für so gut wie alles. Das erspart weniger das Schreiben, dafür jedoch das Denken.
    – Nur einen Teil bearbeiten und dann sagen, man habe es probiert aber leider keine Zeit mehr gehabt/es weiter nicht verstanden/whatever, aber es immerhin probiert! *Hundeblick*
    -Im Allergrößten Notfall – abschreiben. Konsequenzen siehe Lesen.
  4. Die Ablenkungsmöglichkeiten
    Was einem doch alles plötzlich spannend vorkommt, wenn man doch eigentlich anders beschäftigt sein sollte… Wahrscheinlich wirklich alles. Meiner Erfahrung nach siegen besonders oft:
    – Freunde. Hatte nicht die eine Freundin heute eine Klausur? Oder Streit mit ihrem Freund? Hat man nicht den anderen Freund ewig nicht mehr gesprochen? Oder braucht man nicht von einem Dritten ganz dringend einen Rat? So was geht natürlich vor!
    – Essen. War da nicht ein kleines Hungergefühl? So lässt sich doch nicht arbeiten! Also erstmal kurz in der Küche vorbei. Könnte man da nicht direkt noch was Backen? Ist doch alles da..
    – Das Internet. Facebook. Tumblr. WordPress. So viel zu sehen, so viel zu tippen!
    – Bloggen. Was glaubt ihr, warum ich jetzt gerade diesen Artikel schreibe?! Reli, Bio, Deutsch… ähm…
    – Nachdenken. Als Mensch zwischen 5 und 100 hat man so gut wie immer irgendetwas, worüber man sich längerfristig Gedanken machen kann.

In diesem Moment packt mich das schlechte Gewissen, die zweite Seite der Medaille. Es ist halb 5 an einem Sonntag, und ich habe die ganze Zeit nicht einmal etwas getan, was mich dem Abi auf positive Weise näher bringt, alles was dahingehend passiert ist, ist das Verstreichen der Zeit, die ich eigentlich hätte nutzen müssen. Ab und zu ist Selbstdisziplin doch dringender benötigt als vorhanden. Ich bin raus, schönes Wochenende noch!

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